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Das Beutelbuch: am Gürtel des 14. Jahrhunderts

Heute haben die meisten von uns ein Smartphone in der Tasche. So können unterwegs Informationen abgerufen werden, die man ortsunabhängig konsultieren kann. Doch so revolutionär, wie viele denken, ist dies bei Weitem nicht. Schon im 14. Jahrhundert begannen erst Mönche in Klöstern, später aber auch Pilger und Kaufleute, einen tragbaren Datenträger auf ihren Reisen mitzuführen: Das Beutelbuch.

 


 

Anfangs entstanden Beutelbücher nur in Klöstern, denn dort wurden auch die ersten mühsam von Hand kopierten Bücher gebunden. Die Pergamentblätter wurden von Hand zusammengeheftet und mit Buchdeckel aus Holz versehen. Diese wiederum bezog man mit Leder, dass vor allem oben am Kopf des Buches viel grösser war, als das eigentliche Buch. Das überstehende Leder wurde dann zu einem Knoten vereint, so dass man das Buch gut am Gürtel oder auch in der Hand tragen konnte. Der Knoten wurde oft noch mit Metallringen erweitert, um einen optimalen Tragekomfort  zu gewährleisten. Damit man die Bücher besser in die Regale stellen konnte, wurde der überlappende Lederteil später leider oft einfach abgeschnitten. Darum existieren heute nur noch 23 Original-Beutelbücher, die meist in deutschen Bibliotheken aufbewahrt werden.

Quelle: Wikipedia

 

Fasziniert von dieser speziellen und raren Buchform, die schon im 16. Jahrhundert wieder verschwand und deren Geschichte mit brachialer Gewalt am Buche fast gänzlich verschwand, entwarf ich ein modernes, zeitgemässes Beutelbuch als Hommage an diese traurige Randnotiz der Geschichte, welches auch in der Boutique zu finden ist. Ein ideales Tagebuch für unterwegs.

 



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